«We’re on the road to nowhere…» trällern wir zur aufgedrehten Musik und brettern über Motorways, Freeways, Highways & Co. Mit jedem Kilometer lockert sich der Himmel etwas mehr auf und die Temperatur-Anzeige dokumentiert die erfreuliche Veränderung. Nach der ersten Niedergeschlagenheit wissen wir nun, dass es die richtige Entscheidung war, sind voller Tatendrang und gespannt auf den Westen. Oberhalb von Perth erwartet uns auch schon die erste Sehenswürdigkeit unserer Plan-B-Route, die Pinnacles.
Einzigartig, was die Natur hier über Jahrtausende geformt
hat.
Mittlerweile haben wir uns fast schon daran gewöhnt, dass man in Australien
alles mit den Autos besichtigen und befahren kann (Strände, Naturschutzgebiete
etc.) und kurven mit unserem 4x4 über die Offroad-Strecke.
Den pinken Stopp nutzen wir auch gleich, um uns einen
kleinen Mittagssnack zuzubereiten – mit Scotty haben wir unsere Küche ja immer
dabei. 😉 Dann geht’s weiter nach Kalbarri, in einen kleinen Küstenort. Dort lassen wir uns mit bester Sicht auf den Murchison River und auf das
Meer ein paar Tage nieder. Ein toller Ausgangspunkt, um den Kalbarri National
Park im Hinterland sowie an der Küste zu besuchen.
Die Temperaturen weisen angenehme 23 Grad auf, wäre da nicht
dieser starke, eisige Wind. So können wir unsere Sonnenmarkise nicht montieren
und abends sind wir schon wieder in langen Hosen, Pulli und Mütze am Kochen.
Aber immerhin können wir trotz an unserem Zelt rüttelndem Wind und trotz Meeresgetöse
schlafen.
Auch der Kalbarri National Park verfügt über einen bekannten Insta-Spot, das Nature’s Window. Da wir hier eh mit der Sonne leben und jeweils schon früh aus unserem Zelt klettern, sind wir auch früh unterwegs und können diesen tollen Ort eine ganze Weile für uns alleine geniessen – und zahlreiche weitere Fotos schiessen.
Fasziniert vom Land des Nanda-Volkes und von den Felsformationen mit ihren mehrfarbigen Sedimentschichten, verbringen wir den ganzen Tag im Nationalpark im Hinterland. Wir gucken in schaurige Tiefen, klettern in Schluchten und wandern den verschiedenen Trekkingrouten entlang.
Tatj ist ja eigentlich kein grosser Blumen-Fan, doch die
blühende Fauna auf dieser Sandebene lässt sie unterwegs doch immer wieder aus dem
Wagen hüpfen und das eine oder andere Foto schiessen.
Da auch die Küsten-Region einiges zu bieten hat, unternehmen wir am nächsten Tag eine Wanderung entlang des Meeres und besichtigen die verschiedenen spektakulären Klippen und einsamen Strände.
Natürlich haben wir auch in Kalbarri eine Brewerie entdeckt,
in der wir am letzten Abend degustieren und prüfen, was die so können. Hoppy Hour. 😛 Mittlerweile
schmeckt uns sogar das Ginger Beer ein bisschen, das hier alle Aussies so gerne
trinken.
So geht eine super-windige, aber doch sehr entspannte Zeit in Kalbarri langsam zu Ende.
Wissenswertes über das Nanda-Volk und den Kalbarri National Park
Das indigene Volk der Nanda ist das Salzwasser-Volk und Beschützer von Land und Meer. Sie haben eine spirituelle Verbindung zum Land der Kalbarri-Region und zu Mutter Erde. Die Nanda, die Aboriginal People der Kalbarri-Region bewohnten die Gegend bereits, als die ersten Europäer vor der Küste schiffbrüchig wurden und Australien zu bevölkern begannen. Sie glauben, dass mythische Wesen den heutigen Nationalpark so geformt haben. Eine Schlange namens Beemarra reiste entlang des Murchison River, gelockt vom unbekannten Klang der Meereswellen. Beemarra folgte einem kleinen Bach in den Untergrund und bahnte sich dann ihren Weg bis hin zur Küste. Als sie bei den Klippen der Kalbarri-Küste hervor kam, erschreckte sie das Getöse der gigantischen Wellen und sie flüchtete zurück in die Geborgenheit des Murchison River. Während ihrer Flucht bahnte sie sich Tunnel durch das rote Sandgestein und überall dort, wo sie inne hielt, hinterliess sie Frischwasserquellen, welche noch heute existieren.
Überall, wo wir waren, konnten wir jeweils die Geschichten und Sagen der lokalen Aboriginal People lesen – auch über die tragische Vergangenheit der jeweiligen Völker ist oftmals zu lesen. Die australische Regierung anerkennt die entsprechenden Völker heute als rechtmässige Besitzer der Nationalparks. Die Aboriginal People versuchen, ihr Erbe und ihre Kultur aufrecht zu erhalten und weiterzugeben.
Man versucht hier übrigens den Begriff Aborigine nicht mehr zu verwenden, da er aufgrund der australischen Kolonialgeschichte als negativ empfunden wird. Daher spricht man heute eher von Aboriginal oder Aboriginal people.


















Eifach Einzigartig Wundervoll Sicher chömet dir no bim (Aiersrok) verbi !!! Hei geschter dervo gred Üsi Fründe vo Frutige hei Tochter in Australie !! Gglg u heit Sorg
AntwortenLöschenGigantische Bilder und 2 total happy Gesichter. Cool, enjoy :-)
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