Cairns ist ein typischer touristischer Zwischenstopp mit
zahlreichen Motels und Hostels und unzähligen Ausflugsagenturen. Von hier
gelangt man ans Great Barrier Reef, zu den vielen traumhaften Inseln oder in
den Regenwald. Wir nutzen die Zeit hier, um ein erstes Mal zu waschen, unser
Auto in Empfang zu nehmen und auf dem Markt einzukaufen.
Nebst einer schönen Strandpromenade ist das Spektakuläre an
Cairns vor allem, dass der Regenwald bis an die Küste ragt.
Wir machen uns also mit vollbepacktem Auto auf in die Tablelands und in den Regenwald. Marcel hat das links fahren sofort im Griff und so übernimmt Tatj die Navigation. Die Strassen ins Hinterland fühlen sich an, als ginge es in die Skiferien. Nur die Temperaturen und die Vegetation verheissen etwas anderes.
Mitten im Nirgendwo erreichen wir Yungaburra, wo wir noch die letzte Lebensmittel einkaufen. Wir staunen nicht schlecht, als der junge Mann hinter der Theke fragt «brauchen Sie eine Quittung?». Er sei ein Jahr in Schweden gewesen und habe dort auch ein bisschen Deutsch gelernt. Wow!
Nach einer kurzen Fahrt ins Grüne (wortwörtlich!), erreichen
wir unser Zuhause für die nächsten Tage, unser Baumhaus auf 1000 m ü. M. mitten im Dschungel.
Bei der Schlüsselübergabe erklärt uns der Gastgeber die örtlichen Spielregeln:
nur aus dem Haus mit einem Stock, da die Cassowary (menschengrosse Laufvögel) auch
mal zu neugierig werden können. Weiter sollen wir unser Auto abdecken, denn
sonst könnte ein Cassowary womöglich sein Spiegelbild im Auto angreifen. Der
Stock dient durch das Klopfen beim Aufsetzen zudem dazu, die Schlangen auf dem Weg
zu verschrecken. Ach ja, und dann sind da noch die Blutegel, die aufgrund des
vielen Regens in den letzten Tagen an den Blättern hängen. Wir schlucken beide
einmal leer. Das kann ja heiter werden…
Wir finden unser Baumhaus schnell und sind begeistert:
Am nächsten Morgen werden wir von der Dämmerung geweckt und Tatj hüpft sofort auf: Sonnenaufgang! 😊
Während die einen nach intensivem Fotografieren nun erst einmal Kaffee brauchen, sind andere schon voll im Tierbeobachtungsmodus.
07:00 Uhr, Sonnenaufgang im Kasten und bereits gefrühstückt –
das schreit nach einer frühen Dschungelwanderung an die Platypus-Teiche. So
gerne würden wir mal die seltenen Schnabeltiere sehen. Also ziehen wir uns
dschungelmässig an, packen die langen Hosen in die Socken (bei 28° und gefühlten 100 % Luftfeuchtigkeit) und sprayen uns von
oben bis unten mit Moskitospray ein. Artig fassen wir je einen Stock und machen
uns auf ins Dickicht.
Trotz geduldigem Warten am Wasser, entdecken wir leider kein Schnabeltier. Auch sonst ins unser Auge wohl zu wenig geschult und wir können lediglich ein paar Vögel, Papageie, Schmetterlinge und einen Eastern Water Dragon entdecken. Es bleibt uns nur, den lauten und skurrilen Geräuschen zu lauschen und uns vorzustellen, welch Tiere dahinterstecken könnten.
Wir sind froh, haben wir uns an die Anweisungen gehalten,
sonst würden nun wohl solche Kerle überall an uns saugen. Bei Tatj steigt zwar
beim Entdecken der Blutsauger an den Socken schon etwas der Puls, während
Marcel mit der üblichen stoischen Ruhe den «Retter» mimt. 😂🙈
Nach diesen ersten Dschungelerfahrungen sind wir gewappnet für
einen weiteren Tag, für unsere ersten Kängurus – die ältesten ihrer Art, aber
auch die kleinsten, die Musky Rat Kangoroos – sowie eine Überdosis an
Wasserfällen.
Wir freuen uns riesig über jeden Kommentar! Notiert doch jeweils noch euren Namen dazu 😃
Wissenswertes über den Daintree Forest
Der Daintree Forest ist ein tropischer Regenwald im
Nordosten Australiens. Er ist benannt nach dem Fluss Daintree, der durch den
Regenwald fliesst, und ist mit 1200 Quadratkilometern Teil des grössten
zusammenhängenden tropischen Regenwaldes auf dem australischen Kontinent. Der
Daintree Forest ist einer der ältesten Regenwälder der Erde und wird auch als
Wiege des Lebens bezeichnet, er ist Heimat vieler einzigartiger Pflanzen- und
Tierarten.
Als wichtiges Ökosystem bietet seine Vegetation Schutz und Nahrung für viele Tiere. Der Regenwald ist auch ein wichtiges Gebiet für die Erforschung der Evolution, da viele der hier lebenden Pflanzen- und Tierarten aufgrund ihrer langen Existenz besonders interessant für die Forscher sind.
















Danke für eure Berichte, Fotos und Filme! Schön, dass wir so etwas an eurer Reise teilhaben können! Herzliche Grüsse aus der Schweiz, sind gestern aus Rhodos zurückgekehrt, Jacqueline
AntwortenLöschenG'day Ihre Lieben, tolle Bilder, einzigartige Erfahrung, freu mich so sehr dies mitzuerleben. LG, auch an die Aussie, Gerrie Willemsen
AntwortenLöschenBin gerade auf dem Arbeitsweg nach Olten. Wollte etwas arbeiten, kann aber nicht aufhören euer Blog zu lesen. Tolle Fotos und spannende Texte.
AntwortenLöschenWird es ein Reisevideo geben?
LG, Sergej