Nach 3 Tagen im Regenwald geht’s zurück an die Küste. Der Weg führt uns durch zahlreiche Zuckerrohr- und Bananenplantagen und gigantischen Rinderfarmen entlang bis Mission Beach. Die Schilder warnen in regelmässigen Abständen «Wildlife crossing» oder «Achtung Cassovary», aber dieser grosse Vogel will sich uns einfach nicht zeigen.
So erreichen wir unser B&B am schönen Narragon Strand (Mission Beach), wo uns unser neuer Gastgeber Tim erwartet. Dieser legt sich
für uns total ins Zeug und reserviert tolle Restaurants und gibt Ausflugstipps,
die in keinem Reiseführer stehen. So möchte er uns doch noch das Glück einer Cassowary-Begegnung
verschaffen und schickt uns eine Stunde nördlich an die Etty Bay. Diese ist traumhaft
schön und wir geniessen ein paar Stunden am Strand. Cassowary? Fehlanzeige!
Blöder Vogel!!! 😝
So ziehen wir von dannen und steuern unser nächstes Ziel an:
Alligator Nest. Dort sind zwar keine Alligatoren anzutreffen, aber es fliessen
zwei Bäche zusammen und bilden einen kristallklaren Pool, in dem die Locals
baden gehen. Eine willkommene Abkühlung – wären da nicht diese überaus nervigen
beissenden Fliegen. Ganz wie Tim ironisch meinte «everything in Australia stings,
bites or kills you».
Bei einem kurzen Zwischenstopp im Supermarkt sehen wir zum
ersten Mal wilde Kängurus, resp. Wallabys, wie uns eine Einheimische belehrt. Seelenruhig
grast ein Dutzend dieser kleineren Kängurus einfach auf der Wiese neben dem
Parkplatz. Fasziniert schauen wir einen Moment lang zu.
Am Abend reserviert uns Tim einen Tisch in einem Hippie-Restaurant,
in dem schon das Beobachten der Leute allein faszinierend ist. Wir essen lecker
und staunen nicht schlecht, als dann tatsächlich 80 Gäste Trivia spielen (à la
Quiz-Abend). Marcel hat fairerweise nicht mitgemacht. 😉
Der nächste Tage bringt uns nochmals ans Great Barrier Reef.
Nach 1.5 Stunden Fahrt über eine raue See (nicht alle Gäste können es geniessen),
kommen wir in den Genuss von 2 weiteren tollen Tauchgängen. Zur Begrüssung
wartet wieder ein Weissspitzenriffhai und dann führt uns die Strömung an
schönen Korallenblöcken mit den grössten Anemonen vorbei, die wir je gesehen
haben. Nach einer grünen Meeresschildkröte und zahlreichen Fischschulen, stossen
wir dann auch noch auf unseren grössten Kugelfisch mit einer Länge von ca. 60
cm.
Nach unseren 3 entspannten Tagen in Mission Beach erwartet uns nun ein intensiver Auto-Tag. Es geht 6 Stunden südwärts und mit jedem Kilometer verändert sich die Vegetation und der Urwald wird von Weideland und Steppe verdrängt. An unserem Ziel Airlie Beach angekommen, überkommt uns fast ein kleiner Kulturschock. Airlie Beach ist der Ausgangspunkt für Ausflüge in die traumhaften Whitsundays und dementsprechend bevölkert. Zahlreiche Bars und Restaurants säumen den Weg, ein Aufeinandertreffen von Schickimicki und Backpacker.
Auch für uns ist Airlie Beach nur der Ausgangspunkt für unser nächstes Abenteuer. Ein Highlight, auf das wir uns sehr freuen.
Wissenswertes über Cassowaries (Kasuare)
Cassowaries sind in den tropischen Wäldern Neuguineas und im australischen Queensland heimisch und sind eine Gattung grosser flugunfähiger Vögel aus der Gruppe Laufvögel. Die Tiere sind ungefähr 1,5 bis 1,8 Meter gross und wiegen zwischen 45 und 70 Kilogramm. Die Weibchen sind etwas grösser und schwerer als die Männchen. Die Tiere erreichen ein Alter von etwa 20 Jahren.
Cassowaries sind Vegetarier und ernähren sich vorwiegend von Früchten. Die Tiere sind für die Verbreitung von Samen und Früchten in den Regenwäldern von Australien von grosser Bedeutung. Die Samen werden unbeschädigt von den Tieren ausgeschieden und können so gerade auch in abgelegenen Gebieten neue Bäume und Pflanzen wachsen lassen.
Cassowaries sind Einzelgänger, scheu und meiden den Kontakt zu Menschen. Sie sind jedoch auch sehr territorial und verteidigen ihr Revier gegen andere Cassowaries.












Macht Spass mitzulesen! Geniesst Sunday Whitsunday Islands - ist traumhaft schön dort! 💁♀️ Christine (Rubigen😉)
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